VI Durchblicke

VI
Durchblicke

Übergänge und poröse Raumgrenzen machen das Wesen eines Raumes ebenso aus, wie die harten Grenzen der Architektur selbst. In den Durchblicken auf die Landschaft, schiebt sich das jeweils genutzte Material vor den Landschaftsraum und filtert den Blick auf diesen. Es finden sich farbige Gläser, Stegplatten, von Flechten und Moosen bewachsene Glasflächen, aber auch Rostlöcher, bröckelnde Fensterlaibungen, die den Blick auf eine neue Welt freigeben. Die Natur dringt in den Schutzraum ein, optisch, in dem der Warteraum nur durch Glas vom außen geschieden ist, oder ganz gegenständlich, in dem Pflanzen den Innenraum erobern. Neben der klassischen Anmutung der Ruine, die vom Urwald zugedeckt wird, zeigen sich hier auch bizarre abstrakte temporäre Bilder. Je nach Lichteinfall, je nach Verschmutzungs- Verwitterungs-, oder Zerstörungsgrad der Materialien entstehen flüchtige Kunstwerke von intensiver Leuchtkraft oder filigraner Schönheit, die nur noch entfernt eine Assoziation zum Ort Buswartehäuschen zulassen.